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Nicht jedes neue Label bezeichnet ein neues Phänomen. So gibt es die digitale Transformation eigentlich schon seit rund 20 Jahren, nachdem klar wurde, dass Unternehmen rationeller arbeiten können, indem sie bestimmte analoge Prozesse künftig digital abbilden. Vorreiter waren die Banken, die mit dem Online-Banking nicht nur Kundenvorteile schafften, sondern intern ganze Abteilungen von Sachbearbeitern überflüssig machten. Dasselbe gilt für Einzelhändler, die den Weg vom stationären in den Online-Versandhandel schafften. Betriebsinterne Prozesse wie Personaleinsatzplanung, Urlaubsplanung, Finanzbuchhaltung, Einführung von ERP- und Warenwirtschaftssystemen zählen ebenfalls dazu.

Viele Webseiten konfrontieren ihre Besucher mit einem Hinweis auf Cookie-Verwendung. Die meisten Nutzer sind davon aber ziemlich genervt. Die Daten-“Kekse“ erleichtern dem Werbetreibenden, die Konsumenten noch gezielter und vor allem wiederholt sehr gezielt anzusprechen. Cookies sind auch dazu da, Nutzer wiederzuerkennen und ihnen das Surfen auf einer Website zu erleichtern, so dass der Nutzer seine Zugangsdaten nicht bei jedem Besuch neu eingeben muss. Den rechtlichen Umgang regelt in der EU die so genannte „Cookie-Richtlinie“. EU-Richtlinien sind nicht automatisch „Gesetz“, sondern müssen von den EU-Ländern umgesetzt werden. Da das in Deutschland in diesem Falle nicht geschehen ist, gilt die Richtlinie bei uns eigentlich gar nicht. Dennoch gilt als rechtlich sicherster Weg: Seitenbetreiber sollten die Einwilligung der Nutzer einholen. Der Einwilligungstext sollte beim ersten Aufruf der Seite eingeblendet werden.
In den USA entstand Öffentlichkeitsarbeit bereits 1917. Es war eine eher defensive Informationstätigkeit von Unternehmen gegenüber investigativen Journalisten. Bis 1919 wurde PR dann während des ersten Weltkrieges verwendet, um die Bereitschaft für Kriegsanleihen und Spenden zu steigern.
Die Goldenen Zwanziger gelten als die eigentlichen Gründerjahre des Berufsfeldes. Damals gab es einen riesigen Boom von PR für wirtschaftliche, politische und soziale Zwecke. In der Zeit nach der Wirtschaftskrise, zwischen 1930 und 1945, dominiert die Entwicklung politischer und staatlicher Öffentlichkeitsarbeit unter Franklin D. Roosevelt und Louis McHenry Howe. In der Nachkriegszeit bildete sich ein breites PR-Berufsfeld heraus. Von 1965 an, mit den Steigerungen der Kommunikationsmöglichkeiten, stieg auch der Bedarf an Kommunikationsmanagement rapide. Seit jeher gilt Nordamerika als Vorreiter der Public Relations-Arbeit.
Postfaktisch war das Wort des Jahres 2016. Im Kern geht es darum, dass Fakten nicht wichtig seien, um Menschen zu überzeugen. Die Welt sei viel zu komplex. Da reichen – so die Vertreter des Postfaktizismus-Arguments – gut formulierte Meinungen, Einschätzungen und Emotionen bereits aus. Und das sei eben das Neue und Revolutionäre am postfaktischen Zeitalter. Zwei Denkfehler offenbaren sich hier, der erste ist ein Logik-Fehler: selbst wenn ich Meinungen verbreite, brauche ich eine (mehr oder weniger zutreffende) Faktenbasis. Der zweite Fehler offenbart einen Bildungsmangel: „Wo Nachrichten fehlen, wachsen die Gerüchte“, formulierte im vergangenen Jahrhundert schon der italienische Schriftsteller Alberto Moravia. Und der antike Philosoph Epiktet formulierte im 1. Jahrhundert nach Christus: „Nicht die Dinge selbst beunruhigen die Menschen, sondern die Meinungen und die Urteile über die Dinge.“