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Die Kommunikationsbranche dreht sich um die neuen Buzzwords wie Customer Journey, Purpose, Disruption, Fictional Podcasts, Corporate Influencer. Aber was ist eigentlich mit der guten alten Presse-Information? Tot, sagen die einen, nicht totzukriegen, sagen die anderen. Eine Einordnung:

Oft wird vergessen, dass es bei Unternehmenskommunikation nicht um Pressearbeit geht, sondern darum, in die Köpfe zu kommen. Das kann auf vielfältige Weise geschehen, je nach Zielgruppe, je nach Unternehmen, je nach Kommunikationskanal. Deswegen haben die oben genannten Begriffe und Kategorien auch alle ihre Berechtigung. Doch so, wie noch kein Medium ein anderes komplett verdrängt hat (es gibt immer noch Theater, Radio, Bücher), wird auch der geschriebene Text weiterbestehen. Sei es als Grundlage für Video und Audio, sei es als direkt verwertbare Gedankensubstanz in Form einer Pressemeldung.

Hat man erst einmal die Informationen beisammen, kann nichts so schnell hergestellt und verbreitet werden wie ein Text. Einer Untersuchung von Liana Technologies zufolge, hat die Relevanz von Pressemitteilungen für die Arbeit von Journalisten in den letzten eineinhalb Jahren sogar zugenommen. Das finnische Unternehmen hat 892 Journalisten und Medienfachleute aus sechs verschiedenen Ländern gefragt, welche Faktoren Einfluss darauf haben, ob sie eine Pressemitteilung lesen und veröffentlichen oder nicht.

Allerdings sieht sich die gute alte Pressemitteilung einer Herausforderung gegenüber: Es werden – gefühlt – immer mehr. Und der Anteil der handwerklich schlecht gemachten Presse-Informationen steigt. Zu offensichtliche Werbeaussagen, sprachliche Schlamperei, kein Informationsgehalt: das nervt Journalisten, die im Redaktionsalltag einlaufende Infos bewerten und gewichten wollen. Viel Spreu, wenig Weizen, das frisst Zeit.

Oft lohnt es sich aber immer noch offizielle Mitteilungen zu verschicken. Beispielsweise dann, wenn Ihr Unternehmen im ländlichen Raum ansässig ist und Sie die regionalen Medien erreichen wollen. Da in den vergangenen Jahren viele Lokalredaktionen zusammengelegt wurden, haben dort immer weniger Journalisten immer mehr zu tun. Hier kann eine Pressemeldung die Arbeit erleichtern – und wird daher gerne gesehen.

Für alle Fälle und besonders dann, wenn hochrangige Journalisten angesprochen werden sollen, lautet die Devise: Klasse statt Masse. Versenden Sie also lieber wenige, dafür allerdings gehaltvolle Meldungen mit wirklichem Mehrwert für Journalisten und deren Leserschaft. Gute Pressemitteilungen verwenden Journalisten auch weiterhin noch, um sich zu informieren und zu recherchieren. Selbst wenn nach dem Versand nicht sofort ein Artikel dazu veröffentlicht wird, kann sie dazu dienen, hinter den Kulissen die so genannte „Brand Awareness“ zu steigern oder aufrechtzuerhalten. Sollte einmal ein thematisch passender Artikel in Planung sein, weiß der Journalist, bei wem er sich melden kann.