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Natürlich sind Vergleichsportale mit Vorsicht zu genießen. In der Energiebranche weiß das jeder. Aber das Publikum lässt sich von Verivox und anderen Plattformen immer wieder Sand in die Augen streuen und schließt Strom- und Gasverträge häufig nur bei dem Anbieter ab, der oben in der Liste steht.

Mit Blick auf Klarheit und Wahrheit im Wettbewerb hat sich jetzt das Bundeskartellamt der Sache angenommen und ist bei seiner Untersuchung von Vergleichsportalen auf eine Reihe von Mängeln gestoßen. So stellten viele Portale einzelne Angebote vor das eigentliche Ranking also auf die so genannte Position 0. Dafür erhalten die Portale im Normalfall Zahlungen von den Anbietern – in der Regel wird der Verbraucher allerdings nicht ausreichend darüber informiert, dass es sich um Werbung handelt.

Flächendeckend wird die Belieferung der Endkunden von L-Gas auf H-Gas umgestellt. Der Prozess ist für die kommenden Jahre geplant und bietet reichlich Anlass, imagebildende Kommunikation für Stadtwerke zu betreiben – selbst wenn die eigentliche Umstellung vielleicht gar nicht von den Stadtwerken erledigt wird, sondern vom Netzbetreiber.

Wenn die Azubi-Messen im Frühjahr wieder aus dem Boden sprießen, wird klar: Employer Branding ist auch ein Thema für Stadtwerke. Wer vor zehn Jahren noch einen ganzen Wäschekorb voller Bewerbungen für die Azubi-Stellen im Bereich Gas-, Wasserinstallation oder Elektrotechnik erhielt, der freut sich heute über ganze zwei E-Mails. Die Bewerbungssituation hat sich umgedreht: Unternehmen müssen sich selber ins Schaufenster stellen. Das lokale Stadtwerk konkurriert heutzutage noch viel stärker um Azubis mit dem Gas-/Wasser-Installateur bzw. mit dem Elektrofachbetrieb im Ort.

Es gibt präzise Briefings und es gibt Briefings wie das folgende: „Machen Sie uns mal was fertig zum Thema…“. Das Ergebnis ist dann manchmal ein Konzept oder ein Text, bei dem es vonseiten des Kunden schließlich heißt: „Hatten wir uns anders vorgestellt.“ Die Ratlosigkeit ist im Anschluss groß. Spätestens dann muss ein klärendes Gespräch helfen. Die zentralen Fragen lautet dann: Was soll mit dem Text erreicht werden? Welche Informationen sollen auf jeden Fall übermittelt werden? Ob Pressemeldung, Redetext, Flyer-Entwicklung, Facebook-Posting: Wenn der Auftraggeber nachvollziehbar erklären kann, welchen Zweck er erreichen möchte, ist schon einiges gekonnt.

„Wir haben seit 20 Jahren liberalisierte Märkte in der Energieversorgung. Aber unsere Branche weiß immer noch nicht, was überhaupt Vertrieb bedeutet“, sagt ein erfahrener Marketingmann eines westfälischen Stadtwerks und trifft damit den Nagel auf den Kopf. Denn viele Vertriebe machen nicht viel mehr, als Energiebeschaffung und Kundendaten zu verwalten. Und es werden immer mehr. Doch was kann man tun?