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Fast die Hälfte der volljährigen Bundesbürger ist der Meinung, die Menschen gehen auf Sozialen Plattformen zu respektlos miteinander um (49 %). Viele (48%) finden auch, dass die Netzwerke voller Unwahrheiten stecken (46 %). Das ist ein Ergebnis der repräsentativen Faktenkontor-Studie „Wege zum Verbraucher 2020“.

Die Crux ist: Soziale Plattformen haben keine Redakteure.

Siezen wir uns noch oder Duzen wir schon? Wie soll ich den Leser dieser Zeilen ansprechen? Und wovon mache ich die Anredeform abhängig? Sind wir gemeinsam in derselben Sportgruppe? Reicht gegenseitige Sympathie? Darf ich ansatzlos vom Sie zum Du wechseln, oder sollte ich fragen? Diese eher persönlichen Fragen können an dieser Stelle offenbleiben…

Anders sieht es aus, wenn ein Stadtwerk sein Publikum ansprechen will:

Gerade kleinere Stadtwerke stehen beim Thema Unternehmenskommunikation oft vor der Frage: Woher kriegen wir unsere Themen? Was sollen und wollen wir eigentlich erzählen? Das Resultat: es wird keine Öffentlichkeitsarbeit betrieben bzw. nur auf Anfragen der Presse reagiert.

Dabei liegt der Themenplan bereits in der Schublade.

Die Suche nach geeigneten Partnern aus der Kommunikationsbranche kann quälend sein. Schnell stößt man intern auf die Frage: Anhand welcher Kriterien suche ich den Partner aus? Grafik-Designer bzw. Werbeagenturen bieten in der Regel visuelle Lösungen. Grafiken, Bilder, Logos lösen immer einen emotionalen Reiz aus, sodass anhand der vorgelegten Arbeitsbeispiele beim Betrachter schnell die subjektive „gefällt-mir“-Taste gedrückt wird – oder eben auch nicht. Das Fatale an subjektiven Entscheidungen ist, dass damit der Entscheider zum Maß aller Dinge wird.

Ewald Prünte

Verkaufsoffener Sonntag, Frühlingsfest, Gewerbeschau: Jetzt ist die Zeit, in der viele Stadtwerke sich öffentlich zeigen. Mit Personal, Infostand, Glücksrad und Verlosungsaktion. Immer noch ist aber zu beobachten, dass der kommunale Energieanbieter auf regionalen Veranstaltungen einfach nur präsent ist. Inhalt? Thema? – Fehlanzeige.

Das mag manchmal noch ausreichen, ist aber häufig nicht zielführend. Man muss sich dann auch nicht weiter wundern, wenn der Publikumszustrom schwach ist.